Nur mit Talent lässt sich der raketenhaften Aufstieg von „The Beth Edges“ wahrlich nicht erklären. Dennoch kommt es einem so vor, als ob den Jungs einfach alles gelingen möchte. “Writing good songs, being a tight band and ideally giving the audience what it wants, but with pleasure”, so das Quartett ganz unprätentiös und frei von Koketterie zum Musikerdasein. Sicherlich ein Geheimnis der Band: Sie geben sich auf der Bühne so althaserisch als ob sie schon die zweite Welttournee hinter sich hätten. An Selbstvertrauen mangelt es nicht. Wen wundert’s!
Der Erfolg gibt ihnen Recht. Support Gigs für die Wombats und Razorlight machten sie über Nacht zu „Myspace-Helden“ (1.200! Plays an einem Tag), es folgt die Omnipräsenz bei GoTV und FM4 und mit „Time“ die erste eingespielte EP. „The Beth Edges“ waren urplötzlich allgegenwärtig.
Das Suchen und Finden alternativer Vertriebswege ist im Musikbusiness spätestens seit Radioheads “In Rainbows” allgegenwärtig. Und während die Branche grübelt und abwägt machen die vier Jungs aus Österreich einfach mal. Mit „Time“, „I Guess“, „Work Things Out“ und zuletzt “I Can’t Believe It” erscheinen bis März 2010 vier EPs mit jeweils drei neuen Songs. Das Ganze nennt sich Sammelalbum, macht absolut Sinn und ist doch irgendwie erfrischend innovativ.
Es scheint als hätten die vier Jungs die bandeigene, perfekte Symbiose aus Humor und Phantasie entdeckt. Dabei klingen die Songs einmal nach Indie-Rock at it’s best, nur um im nächsten Moment mit dröhnenden Basslines und pochenden Rhythmen in New-Wave-Tradition mit Clubqualitäten zu prahlen. Ein gesunder Mix, eine hervorragende Platte und live nur zu empfehlen.
for all you ösis: www.myspac.com/bethedges
