„International“! Nahezu keine Rezension, kein Artikel der sich mit dem Schaffen von The Robocop Kraus beschäftigt, kommt ohne dieses Wort aus. Und das kommt natürlich nicht von ungefähr. Mit dem Indie- Punk Sound ihrer ersten Platte „Inferno Nihilistique 2000“ (erschienen 1999!), sind die Franken ihrer Zeit bereits weit voraus. Einflüsse sind dabei ohne Zweifel die Werke von Talking Heads oder Joy Division. Nur eben ganz und gar in Robocop Kraus-Manier.
Und genau das macht sie interessant, mehr als nur hörenswert und lässt die europäische Presse Lobeshymnen par excellence dichten. Mit den Nachfolgewerken „Tiger“ (2001) und “Living With Other People” (2002) erspielen sich die Franken Jahr um Jahr eine immer größer werdende Fangemeinde. Mit „They Think They Are The Robocop Kraus“ veröffentlichen die Robos im Jahre 2005 ihr bisher erfolgreichstes Album. Der innovative Mix aus Punk, New Wave-Anleihen und diversen Elektrospielereien wird stetig weiterentwickelt und lässt die Band jedes Mal in neuem Sound erstrahlen. Dabei werden die charmanten Ungereimtheiten, die größenwahnsinnigen Kleinigkeiten immer das gewisse Etwas, eben den Unterschied ausmachen.
2007 erscheint „Blunders And Mistakes“. Mit dem Konzept der Live-Aufnahme und unter Regie von Tobias Levin (Tocotronic, Kante) entstehen 13 kugelbunte Songs mit dem Prädikat besonders lebendiger, offener Klangästhetik.
Und wie hört sich das an? Während sich eine ganze Garde deutscher und französischer Bands Mühe gibt, so zu klingen wie The Robocop Kraus zu „Living With Other People“-Zeiten, ist die Band einen großen Schritt weitergegangen. „Blunders and Mistakes“ markiert einen Neuanfang: Die Band experimentiert wieder, verschiebt die musikalischen Grenzen des Bandkosmos und positioniert sich gleichzeitig selbst – weiter außen. Aber es gibt auch eine neue Seite zu entdecken, eine neue Atmosphäre, eine Liebe zu musikalischen Details, die so noch nie von ihnen zu hören waren.
Nach der Tour die The Robocop Kraus abermals durch halb Europa führt, geben die Jungs mit „Metabolismus Maximus“ erstmals im September 2009 ein erneutes Lebenszeichen von sich. Das Ganze soll einen kleinen Vorgeschmack auf das in Bälde erscheinende, neue Robocop-Kraus-Album bieten.
Die beiden Songs “Sometimes I wonder if you’d been a dog in a previous life” und “The Trasition“ sind bereits vor Veröffentlichung im Netz zu haben bzw. werden bereits auf Konzerten gespielt - mit durch die Bank positiver Resonanz. Es scheint als gelinge es den Robos dabei ihr Liedgut eingängiger zu gestalten. Der Zuhörer findet den Weg in den Song noch wesentlich einfacher als auf den Vorgängern. Und dabei lässt sich keineswegs ein Hintergedanke entdecken, der auf massentaugliche Maßnahmen schließen lässt. Nein, The Robocop Kraus sind und bleiben authentisch und echt. International eben!
